Urin – 2. Kapitel: Die Niere als „Klärwerk“

Unsere Mütter haben recht – immer schön die Nieren warm halten. Und zwar uns warm halten! Denn sie sind nicht mit Gold aufzuwiegen, denkt an den kriminellen Organhandel …

Was passiert in der Niere?

Durch das sog. Wundernetz (lat. Rete mirabile), einem Knäuel von kleinsten Arterien, fließt das Blut. Wasser und in ihm gelöste – auch giftige! – Stoffe werden daraus wie durch ein Sieb filtriert. Auf diese Weise wird zunächst der Primärharn produziert, 180 bis 200 Liter pro Tag. Im darauf folgenden System der Henle-Schleifen und Sammelrohre werden aus diesem Primärharn die wieder verwendbaren Inhaltsstoffe und etwa 99 Prozent des Wassers zurückgewonnen. Übrig bleibt der Endharn, bei einem gesunden Erwachsenen eine Menge von 1 bis 1,5 Litern pro Tag.

Daran seht ihr, wie viel und wie effizient die Niere arbeitet, um den Primärharn auf diese kleine Menge „einzudampfen“ und zu unterscheiden, was raus und was drin bleiben muss!

Unsere 2. Lektion: Die Niere ist ein exzellentes Klärwerk. Zum Glück haben wir zwei davon – wenn mal eins ausfällt.

von Dr. Kriemhild Synder

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Achtung WM-Fans: Hier ist euer Impfschutz!

Das kann einem ja wirklich die gute Fußball-Laune vermiesen! Derzeit grassiert in Südafrika eine Masernepidemie, die bei deutschen Reisenden schon zu Ansteckungen geführt hat – und außerdem ist dort Grippesaison. Also, liebe Fans, folgt den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) und überprüft euren Impfschutz gegen Masern und Grippe.

Die DTG empfiehlt weiterhin, Auffrisch-Impfungen gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten vornehmen zu lassen. Alle Reisenden sollten sich außerdem gegen Hepatitis A impfen lassen, auch wenn sie nur die Spiele in den großen Städten besuchen.

Aber damit nicht genug: Die DTG meint, dass auch ein Impfschutz gegen Meningokokken-Meningitis und Hepatitis B sinnvoll sei, bei Reisen über Land zudem eine Impfung gegen Typhus und Tollwut. Ein kleiner Trost – das hält bis zur nächsten WM, vielleicht in Südamerika?

Die gute Nachricht: Das Malaria-Risiko wird für Juni und Juli als relativ gering eingeschätzt und besteht lediglich für diejenigen von euch, die noch den Krüger-Nationalpark besuchen wollen.

Hier ein Link für euch rund um den Gesundheitsschutz, wenn ihr in der Welt  unterwegs seid. Und vergesst nicht, unsere transportablen Nottoiletten einzupacken (Urlaubsangebot beachten)!!

von Dr. Kriemhild Synder

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